Werbewirksamkeit von Bannern

Die Werbewirksamkeit von Bannern ist höchst unterschiedlich. Lassen wir einmal eine mehr oder minder gelungene grafische Gestaltung weg, ergeben sich trotzdem signifikante Unterschiede. Die üblichen Formate an Standardbannern laufen so gut wie gar nicht mehr. Man sollte sich schon etwas einfallen lassen, um einigermaßen Resonanz zu erreichen. Trotzdem wird es in den meisten Fällen weit unter 1% Klickrate geben. Mithin ist dieses Mittel im Online Marketing nicht sehr durchschlagskräftig.

Schon deutlich besser wirken Medium Rectangle oder Skyscraper. In der Regel haben diese Werbeformen eine deutlich höhere Akzeptanz und werden auch nicht ganz so oft von Werbeblockern ausgeblendet. Wer es sich leisten kann, bucht mit einem Wallpaper gleich den kompletten Hintergund einer Seite und kann dann mit geeigneten Medium Rectangles oder Skyscrapern gute Klickzahlen einfahren. Genauere Informationen zur Werbewirksamkeit gibt es hier: http://www.tomorrow-focus-media.de/studien/werbewirkung. Es lohnt sich in jedem Fall, auch die älteren Studien ungefähr ab 2008 anzusehen, um die Entwicklung einschätzen zu können. In jedem Fall dürfte die tatsächliche Klickrate selten auf Werte über viel mehr als 1 Prozent kommen.

Dringend nötig ist in jedem Fall auch eine Berechnung der tatsächlichen Werbewirksamkeit und einem Vergleich mit bspw. Adwords oder der Präsenz auf Verkaufsplattformen. Nimmt man einen gar nicht so unrealistischen Preis von 30 Euro für 1.000 Einblendungen an, wäre das bei 1 Prozent Durchklickrate ein Klickpreis von satten 3 Euro. Entsprechend utopisch sind auch die immer noch geforderten Beträge von 50 oder 60 Euro TKP. Das lohnt sich nur bei absoluten Spezialfällen, bei denen auch reichlich Umsätze hereinkommen. Zumal noch eine Falle hinzukommt, welche besonders gerne von Verlagen und Portalen gespielt wird. Wer mit Bilderstrecken oder total abgeschnittenen Artikeln und Threads arbeitet, kann sehr, sehr viel Werbung anzeigen lassen. Der Benutzer muss sich jeweils durchklicken, die Seite wird neu aufgebaut und schon kann man massiv Werbeplatz „generieren“. Geht man davon aus, dass im Normalfall spätestens nach der 3. oder 4. Anzeige ein Klick erfolgt sein muss, droht hier eine Kostenfalle. Jede Menge Anzeigen, kaum Klicks. Dies kann man u.a. durch Einschaltung eines sogenannten Frequency Caps verhindern. Hierbei wird nach einem vordefinierten Punkt, etwa dreimaligem Aufruf des Banners, automatisch die Werbeschaltung gewechselt. Erfahrene Online Marketer kennen solche Spielchen und sichern sich zuvor vertraglich ab.

Die Woche im Online Marketing

Wer genau weiß, was auf seinen Servern los ist, kann sehr exakt sein Online Marketing über den Wochenverlauf steuern. Natürlich sind die Zugriffszahlen entsprechend den Wochentagen total unterschiedlich und auch das Surfverhalten der Besucher ändert sich je nach Branche oder Dienstleistung. Trotzdem ein paar Tipps, die als Anregung für die eigene Kampagnensteuerung dienen können. Freitag und Samstag ist auf Shops recht wenig Betrieb. An sich logisch, das Wochenende steht bevor, der Besuch in der Kneipe oder im Restaurant, Kino, Disco und Familientreffen oder andere Feiern liegen eben oft an diesen Tagen.

Montags morgens surfen viele Handwerker, welche schnell noch Material einkaufen müssen. Auch logisch, denn übers Wochenende gehen nun mal diverse Sachen kaputt und man kann nicht alle Ersatzteile auf Lager haben. Familienurlaube werden gerne am Sonntagabend oder am Montag gebucht. Rein praktisch gesehen haben dann alle an der Entscheidung beteiligten Personen Zeit und surfen entsprechend im Web. All das sind Beispiele, auf die man sich tunlichst einrichten sollte. Die Zeitsteuerung und eine veränderte Gebotshöhe in Google Adwords sorgen für eine maßgenaue Anpassung an das Surfverhalten. Mit Adwords hat man den schnellsten Mechanismus im Online Marketing, der sich bis ins Detail optimieren lässt.

Aber man kann auch ruhig an ebay denken. Auktionen, welche am Abend nach der Tagesschau auslaufen, erzielen im Schnitt deutlich höhere Preise als im Tagesverlauf. Sonntagabend ist auch hier ein guter Termin, Montag bis ca. Donnerstag geht auch noch. Dagegen sind die Wochenenden so ab ca. 14 Uhr freitags eher lustlos vom Besucherverhalten und den Gebotshöhen. Ganz interessant ist auch das Surfverhalten beim Fernsehprogramm. Richtige „Knaller“ sorgen für weniger Betrieb auf den Rechnern. Man kann sogar nach Kundengruppen segmentieren. Als die Kandidaten-Shows (Deutschland sucht was auch immer…….) noch richtig Quote machten, kam es zu weniger Besuchern unterer und mittlerer Bildungs- und Einkommensstruktur.

Ganz anders sieht das Spiel bei Brückentagen, zu Ferienzeiten und Feiertagen aus. Wer Online Marketing erfolgreich durchführen möchte, sollte diese Daten immer im Blickfeld haben. Man kann sich in allen Fällen behelfsweise mit gesundem Menschenverstand orientieren. Bspw.: Brücktentag = Urlaubsgelegenheit für Gutverdiener, wahrscheinlich nicht so viele Nutzer im Bereich hochwertiger Güter unterwegs. Wer es genau passend einstellen möchte, findet ist den Auswertungssystemen (Webstatistiken der Sites, CRM, Warenwirtschaft) eine Unmenge an Daten, die genau diese Informationen liefern.

Qualifikation für Online Marketing – Personal

Zurzeit gibt es noch sehr wenige Ausbildungen im Bereich Online Marketing und Spitzen-Personal gibts nicht von der Stange. Die meisten Manager kommen aus anderen Disziplinen. Stark vertreten sind technische Berufe und  sprachbegabte Menschen mit einer entsprechenden Vorbildung. Beide sind in so fern sehr gut geeignet, da im Online Marketing sowohl eine technische Systembeherrschung, wie auch sprachliches Geschick benötigt wird. Wer nur auf einen einzelnen Punkt setzt, hat in der Regel angesichts der vielfachen Herausforderungen verloren.

Interessanterweise haben viele klassische Marketer und auch viele BWLer große Probleme. Die Komplexität des Themas ist nicht leicht zu erfassen. Offensichtlich können sich die eher sprachbegabten Menschen oder die Techniker besser auf einerseits durch Google und andere Märkte etablierten Regularien einstellen und andererseits sowohl praktisch, wie auch abstrakt gute Lösungsansätze finden. Aber es gibt genügend Lösungsansätze, bei der ein systematisches Vorgehen und Methodenwissen durchaus für gute Leistungen reicht. Das kann man lernen und man kann lernen, wie man die vielfältigen Hilfsmittel aus dem Internet für erfolgreiche Kampagnen verwendet. Als Personal sind oft Techniker und Sprachwissenschaftler schnell trainierbar.

Eine Qualifikation ist dabei nicht von Dauer. Wenn Google bei Adwords neue Funktionen einbaut oder sich die Algorithmen der Suchmaschinen ändern, werden die Karten neu gemischt. Ebenso gibt es veränderte Marktanteile bei Affiliate-Netzen oder Bewegung bei interessanten Verkaufsplattformen. Online Marketing ist ein dauernder, dynamischer Prozess, bei dem man für gute Resultate stets die Märkte und Systeme im Auge behalten muss.

Das haben auch Personalberatungen begriffen, die sich ganz auf Online spezialisiert haben. Im Vergleich zu den sehr breit aufgestellten Generalisten kümmern sie sich nur um Themen rund um den E-Commerce. Angesichts der Themenbreite vom Newsletter über Affiliates bis zum mittlerweile schon klassischen Adwords oder der Suchmaschinenoptimierung eine weise Beschränkung. Wer hier mit den Fühlern direkt am Markt ist, kann schneller Personal beurteilen und ggf. auch auf einen größeren und besseren Kandidatenpool zurückgreifen.

In unseren Seminaren legen wir sehr viel Wert auf erprobte Praxis und zugrunde liegende Philosophien. Mit der Praxis kann man sich in aktuellen Entwicklungen orientieren, die Philosophien sind ein Abstrakt der strategischen Ausrichtung. Beides ermöglicht im Zusammenspiel eine souveräne Steuerung von sowohl den Kampagnen, wie auch von Mitarbeitern und Dienstleistern.

Online Marketing zu Weihnachten: Gewinnspiele

Jedes Jahr im Advent und kurz vor Weichnachten steigt die Anzahl von Online-Gewinnspielen sprunghaft an. Die Frage ist: was bringt so etwas fürs Online Marketing? Man ist versucht, zu sagen: wenig. Denn erstens haben gerade sehr, sehr viele Benutzer richtig Stress, zweitens gibt es eine enorme Konkurrenzdichte. Nehmen wir einmal nur die Online-Adventskalender. Zurzeit sind wohl irgendetwas um die 830 Anbieter unterwegs, wenn man einschlägigen Gewinnspielportalen glauben darf. Die Preise sind dabei höchst unterschiedlich und reichen von 10-Euro Gutscheinen bis hin zu aufwändigen Reisen.

Mal im Ernst, glaubt irgend jemand, dass ein 10-Euro Gutschein (der zudem erst noch gewonnen werden muss) bei dieser Konkurrenz auch nur Beachtung findet? Noch hilfloser erscheinen die Anbieter, welche nicht gerade mit breiten Besuchszahlen unterwegs sind und gerade einmal ein paar Prozent Rabatt herausrücken – wo es die gleichen Angebote bei Preissuchmaschinen doch gleich noch günstiger gibt.

Zusätzlich zu den Adventskalendern gibt es natürlich auch noch die „normalen“ Gewinnspiele zu Weihnachten und zum Jahresende. Wer da von den sowieso mit gleichartigen Gewinnspielen überfluteten Nutzern überhaupt zum Neukunden wird oder als Bestandskunde eine Bestellung aufgibt, darf man wohl an den Fingern einer Hand abzählen. Also muss man sich irgendwie herausragend positionieren. Das geht entweder über besonders attraktive Preise oder besonders pfiffige Spielideen. Nur in der Masse mitzuschwimmen, bringt dagegen nichts.

Ergänzung: mittlerweile sind auf den üblichen Gewinnspielsuchmaschinen ca. 1.100 Adventskalender eingetragen……….

 

Online Marketing zu Weihnachten

Man muss kein Seminar zu Online Marketing besuchen, um einen der stärksten Umsatzbringer zu kennen: Weihnachten. Gerade im FMCG-Bereich schnellen die Absatzzahlen deutlich in die Höhe. Egal, ob es sich um Kleidung, Accessoires, Schmuck oder technische Geräte handelt, es wird deutlich mehr verkauft als in den Monaten zuvor. Entsprechend locken einerseits die vielen Möglichkeiten, andererseits steigt die Konkurrenzdichte und deren Bestreben nach Absatz deutlich an. So sind die Gebote in Adwords im Dezember mit am höchsten im gesamten Jahresverlauf. Kein Wunder, denn neben dem normalen Geschäft lockt auch erheblicher Zusatzumsatz pro Bestellung.

Gut, wer hierauf vorbereitet ist. Es gilt, die „Zugpferde“ bei den Artikeln zu identifizieren, welche weitere Verkäufe auslösen. Eine Verknüpfung vom Online Marketing zu einem geeigneten CRM-System ist also sehr sinnvoll. Diese „Zugpferde“ sind dann besonders wirkungsvoll, wenn man sie mit Anreizen für weitere Käufe kombiniert – etwa durch freundliche Gestaltung von Transportkosten. Der Bereich Suchmaschinenoptimierung ist zwar sehr schwerfällig im Vergleich zu Adwords, mittels geeigneter Blogs und Sonderaktionen lassen sich jedoch auch eher umkämpfte Warengruppen brauchbar bewerben. Allerdings sollte man viel Vorlaufzeit einrechnen und ggf. bereits nach dem Ende des Weihnachtsgeschäfts ans nächste Jahr denken, um rechtzeitig gut aufgestellt zu sein.

So um die zwei Wochen vor Weihnachten fangen die Server dann an, richtig verrückt zu spielen. Wohl dem, der schnell und zuverlässig liefern kann. Hier dürfte Amazon wieder massiv punkten, weil man sich dort in der Regel auf eine wirklich flotte Zustellung verlassen kann. Also kann es sinnvoll sein, seine Artikel listen zu lassen. Social Media hingegen ist beim direkten, schnellen Verkauf nicht wirklich schlagkräftig. Bei fast allen Produkten außerhalb von Trends (Mode, Getränke….) und Rabattaktionen haben sich die Verkaufszahlen als eher mau entpuppt. Trotzdem ist zumindest ein netter Gruß zu Weihnachten sowie eine vielleicht entspannte und besinnliche Botschaft im Vorweihnachtsstress nicht verkehrt und gehört zum guten Ton.