Presseinfos – differenziert

Ein sehr bewährtes Mittel für sowohl Öffentlichkeitsarbeit wie auch Linkaufbau zur Suchmaschinenoptimierung ist die Veröffentlichung von Presseinformationen. Man kann mit passenden Texten direkte Aufmerksamkeit erzeugen, Multiplikatoren gewinnen und zudem noch etwas Gutes für sein Ranking in Google tun. Aber stopp, wer sind überhaupt interessante Multiplikatoren?

Weit mehr, als dies bei Print der Fall ist. Onlineauftritte von Zeitschriften, Communities, soziale Netze und Blogger sind alle interessant. Bei Zeitschriften kann man auf direktes Interesse der Leser hoffen. In Communties geht es meist schon um fachlich eingegrenzte Themen, bei sozialen Netzen hat man die Auswahl zwischen allgemeiner Ansprache und Adressierung genau passender Gruppen und nicht zuletzt Blogger sorgen für potentiell viel Publikumsresonanz. Bei allen diesen Gruppen sind teilweise völlig unterschiedliche Interessenslagen gegeben und jeder geht mit Presseinformationen anders um. Vielfach tun einem die Onlineanbieter gleich noch einen riesigen Gefallen, indem sie Hintergrundinformationen einflechten, die Texte umschreiben und den Inhalt verstärken.

So etwas mag Google. Es zeigt der Suchmaschine: Hoppela, da ist ein offensichtlich wichtiges Thema, dann wollen wir mal die Domain stärker bewerten. Also lohnt es sich doppelt, auch Bloggern und kleineren Communities Aufmerksamkeit zu schenken. Und diese besteht in der Regel in genau für die Klientel angepassten Pressemitteilungen sowie Einladungen zu Pressekonferenzen oder Kongressen.

Natürlich wird hier ein Spagat vollzogen zwischen „richtigen“ Journalisten und semiprofessionellen Bloggern oder Betreibern von Communities. Trotzdem würde ich beide gleichranging behandeln mit angemessener Höflichkeit sowie Gesprächsmöglichkeiten für Hintergrundinformationen. Wer im Web ernst genommen werden möchte, kann sich keine Diskreminierung etablierter Multiplikatoren – und genau das sind Communities und Blogger – leisten.

Kann man ohne Google glücklich werden?

Natürlich geht es sich nicht ums persönliche Glück, sondern den möglichen Umsatz im Internet, generiert durch Online Marketing. Die Antwort ist: jein. Einige Verkaufsplattformen wie Amazon oder ebay sowie eine Menge Preisvergleiche belegen sehr, sehr gute Positionen in Google. Für einen gewissen Prozentsatz am Erlös oder auch für pauschalisierte Klicks kann man dort Waren einstellen. Sprich, man nutzt die Marktmacht und die guten Positionen innerhalb von Suchmaschinen aus, ohne eigenes Adwords oder Suchmaschinenoptimierung zu betreiben. Nebenbei kann man speziell bei Amazon eine Menge Kunden erreichen, welche ihr Einkaufsverhalten sehr stark auf diese Plattform abgestimmt haben. Was man dort genau machen kann, zeigen wir gerne in den Seminaren.

Darüber hinaus wird es schon schwierig – es sei denn, man begnügt sich mit den kleinen Marktanteilen von Bing, Yahoo, Fireball oder auch Lycos. Die Post geht nunmal bei Google mit weit über 90% Suchvolumen in Deutschland ab. Wer mit sehr wenig zufrieden ist, dem können auch die 5 % Marktanteil der Suchmaschinen außerhalb von Google reichen. Da gibt es aber gleich ein Problem. Fireball liefert ähnliche Ergebnisse wie Google und wer in Fireball oben stehen möchte, muss faktisch die gleichen Mittel einsetzen wie bei Google. Yahoo, Bing und Lycos weichen dagegen von den Google-Ergebnissen oft etwas ab und haben offenbar ähnliche Algorithmen. Da bleiben dann nur rund 3-4 Prozent Markt übrig.

Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage ist dann auch recht leicht: Man kommt nicht an Google vorbei, wenn man Neukunden gewinnen möchte – ob direkt oder über geeignete Verkaufsplattformen.