Tipp für Email ☛ : Unicode-Symbole

Neben den üblichen Buchstaben und Zahlen hält der Computer noch eine ganze Menge weiterer Zeichen bereit, die man beim Email-Marketing einsetzen kann. Stichwort: Unicode. In der Frühzeit der Rechner beschränkte sich die Darstellung westlicher Sprachen auf 128 Zeichen, den sogenannten ASCII-Code. Das reichte für die Darstellung aller Buchstaben und Zahlen, inklusive Sonderzeichen wie deutschen Umlauten oder französischen Accents.

Der Unicode hingegen ist ein sehr viel größerer Zeichensatz mit allen möglichen Symbolen, welche man vorzüglich beim Email-Marketing einsetzen kann. Ein ♥ Herz, verschiedene Pfeile, ein Symbol für Flugzeug oder sogar ein Regenschirm ☂ sind in der umfangreichen Symbolpalette enthalten. Die meisten modernen Browser und Emailprogramme verstehen Unicode problemlos – moderne Betriebssysteme sowieso.

Also kann man das Symbol für Herz mit in der Betreffzeile einer Email für Geschenkewerbung einsetzen, das Flugzeug bei Reiseanbietern, etc.. Gegenüber rein textlich gestalteten Betreffzeilen sind teilweise deutlich höhere Öffnungsraten beobachtet worden. Ein Übermaß an Symbolen ist jedoch wieder kontraproduktiv, da dies die Spamfilter von Emailprogrammen aktivieren könnte und gleichzeitig die Lesbarkeit abnimmt.

Email Marketing via Double-Opt-In laut OLG unzulässig

Das OLG München hat ein Urteil gefällt, wonach die bisherige Praxis des Double-Opt-In Verfahrens nicht zuläsig ist. Kurz zur Erinnerung: beim Double-Opt-In muss der Empfänger zukünftiger Newsletter seine ausdrückliche Einwilligung geben. In der Praxis sieht dies meist so aus, dass man sich auf einer Webseite mit seinen Daten einträgt, eine Bestätigungsmail erhält und diese dann anklickt.

Im bekannt gewordenen Urteil wurde bereits die Bestätigungsmail kritisiert – ohne autorisierte Zustimmung keine Zusendung. Damit ist de facto der Prozess des Double-Opt-In erst einmal wackelig. Immerhin müsste bereits für die Bestätigungsmail selbst schon eine Zustimmung via Double-Opt-In vorliegen.

Abgesehen davon, dass gerade die seriösen Unternehmen mit dem Double-Opt-In arbeiten, während ausländische Anbieter und nicht ganz so gesetzeskonforme Gesellen munter Spammen, errscheint das Urteil etwas merkwürdig. Wie soll man denn überhaupt noch die Zustimmung des Empfängers einholen, wenn nicht mit dieser gängigen, erprobten Praxis?

Als Lösungsansaz fällt mir nur der Weg über Communities ein, bei denen ein möglicher Emailempfänger bereits registriert ist und mittels Klick auf einen geeigneten Button seine Zustimmung signalisiert. In den Communities ist der Interessent bereits authentifiziert und daher sollte ein Beweis des Interesses am tatsächlichen Newsletterempfang einfach nachzuweisen sein.