Marktverteilung bei Keyword-Suche

Man darf es ganz klar sagen: Google Adwords hat in Deutschland mit weitem Abstand die Nase vorne. Kein anderes System liefert auf dem deutschen Markt so viel Traffic, wie Google. Weit über 90 Prozent einer normalen Kampagne kommen über Google, die Google Suche auf Partnerseiten sowie Adsense herein. Hier liegt der absolute Schwerpunkt für alle ernst zu nehmenden Kampagnen.

Daneben gibt es aber auch andere Systeme, die teilweise zu Unrecht eine Existenz als Mauerblümchen verbringen. Nach wie vor ist Yahoo Search ein Lieferant für recht hochwertige Ergebnisse zum günstigen Kurs. Das ist in der absoluten Menge zwar nur ein Bruchteil von Google (idR um 0,5-3 Prozent), dafür sind dort aber viel weniger Werbetreibende vertreten, was sich positiv auf die Kosten auswirkt. Auch einige interessante Seiten, wie beispielsweise Bing! von Microsoft, werden von Yahoo Search angesteuert.

Deutlich anders sieht es im internationalen Markt aus. In Japan hat Yahoo beispielsweise rund ein Viertel Marktanteil, in den USA immerhin noch rund 8 Prozent generisch. Wer also diese Länder erfolgreich ansprechen möchte, braucht neben Adwords noch Yahoo Search.

In Tschechien gibt es mit Seznam einen Anbieter, der etwa ein Fünftel des Marktes bedient. In Estland hat NETI einen Anteil von ca. 10 Prozent. Recht chaotisch wird es in den Wachstumsstaaten. Die chinesische Suchmaschine Baidu hat den bei weitem größten Anteil auf dem Inlandsmarkt, in Südkorea dominiert Naver ca. die Hälfte des Marktes und Google kommt in Indien auf ca. 98 Prozent. International ausgerichtete Kampagnen sollten diese Kennzahlen berücksichtigen.

Email Marketing via Double-Opt-In laut OLG unzulässig

Das OLG München hat ein Urteil gefällt, wonach die bisherige Praxis des Double-Opt-In Verfahrens nicht zuläsig ist. Kurz zur Erinnerung: beim Double-Opt-In muss der Empfänger zukünftiger Newsletter seine ausdrückliche Einwilligung geben. In der Praxis sieht dies meist so aus, dass man sich auf einer Webseite mit seinen Daten einträgt, eine Bestätigungsmail erhält und diese dann anklickt.

Im bekannt gewordenen Urteil wurde bereits die Bestätigungsmail kritisiert – ohne autorisierte Zustimmung keine Zusendung. Damit ist de facto der Prozess des Double-Opt-In erst einmal wackelig. Immerhin müsste bereits für die Bestätigungsmail selbst schon eine Zustimmung via Double-Opt-In vorliegen.

Abgesehen davon, dass gerade die seriösen Unternehmen mit dem Double-Opt-In arbeiten, während ausländische Anbieter und nicht ganz so gesetzeskonforme Gesellen munter Spammen, errscheint das Urteil etwas merkwürdig. Wie soll man denn überhaupt noch die Zustimmung des Empfängers einholen, wenn nicht mit dieser gängigen, erprobten Praxis?

Als Lösungsansaz fällt mir nur der Weg über Communities ein, bei denen ein möglicher Emailempfänger bereits registriert ist und mittels Klick auf einen geeigneten Button seine Zustimmung signalisiert. In den Communities ist der Interessent bereits authentifiziert und daher sollte ein Beweis des Interesses am tatsächlichen Newsletterempfang einfach nachzuweisen sein.

Die größten Onlineshops

Wenig überraschend, ist Amazon wieder der Onlinehändler mit dem besten Umsatz. Schon 2011 folgte mit weitem Abstand Otto, auf Platz 3 war damals die mittlerweile insolvente und deaktivierte Neckermann. Spezialversender bewegen sich 2012 in den Top Ten, welche mit ihrem Sortiment durchaus beachtliche Umsatzgrößen erreichen. So ist Notebooksbilliger.de mit seinem reinen Elektroniksortiment ein solider Kandidat für Spitzenplätze. Offensichtlich ist die scharfe Fokussierung auf einen Markt ein gutes Modell, auch für die entsprechenden Marketing-Maßnahmen. Das macht Sinn, denn mit hoher Spezialisierung sind Werbekosten und Marketingmaßnahmen viel besser kontrollierbar und man kann einfacher Marktanteile erobern, als dies einem Generalisten möglich ist. Zalando konnte es 2012 in die Top Ten schaffen, wenn auch mit einem riesigen Werbeaufwand auch außerhalb des Internet (TV).

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