Beim Denken fängt es an

Online ist anders als konventionelles Marketing. Wer einfache, lineare Denkmodelle verwendet, kommt nicht weit. Bedeutend sinnvoller ist ein integraler Ansatz, der sowohl die Reaktionen von Besuchern, wie auch technische Gegebenheiten berücksichtigt.

Nehmen wir alleine einmal Adwords. Dort hat man um die 200 Parameter, mit denen man eine Kampagne steuern kann. Bei Adwords funktioniert sehr viel ineinandergreifend. Sprich, dreht man an einer Stellschraube, verändert sich oft gleich eine Reihe von Prozessen. Ähnlich sieht es aus bei der Suchmaschinenoptimierung. Auch hier bewirken einige Änderungen gleich sehr komplexe Prozesse.

Sehr viel davon ist aber auch schon wieder eine Kombination aus verschiedenen Disziplinen. Text, Grafik, System und der liebe Mitbewerb sind bereits Größen, die teilweise außerhalb der oben genannten Trafficquellen in Google stehen. Alleine schon eine vernünftige Landingpage oder ein gut funktionierender Weg durch die virtuelle Kasse sind nicht ohne, wenn man vernünftige Resultate möchte.

Dazu kommen jetzt noch zig andere Einflussgrößen. Was ist los bei Social Media – worüber unterhalten sich die Menschen, gibt es dort Absatzmöglichkeiten? Hier muss man schon den Weg sinnvollerweise umbrechen. Wie bekomme ich die Menschen aus einem Social Media System heraus auf meinen Shop oder wie gestalte ich einen Eintrag, damit man meine Dienstleistung interessant findet? Die gleichzeitige Beherrschung verschiedener Sichtweisen funktioniert auch hier ganz anders und viel anspruchsvoller als bei einem einfachen, gedruckten Werbeflyer.

Gerade habe ich nur 3 Beispiele genannt, wo man mit einem aufgepropften, klassischen Marketing und dessen Denkweise nicht weiter kommt. Man könnte jetzt noch Affiliates, Newsletter und viele andere Möglichkeiten hinzu nehmen, welche mit einfacher Werbedenke weder berechenbar noch effizient steuerbar sind. Denn nach allen Betrachtungen zu den Werkzeugen steht schon die Erfolgskontrolle. Hat man schon ein digitalisiertes Marketing, kann man dessen Erfolg sehr leicht kontrollieren und optimieren. Auch hier sind wieder viele Dinge zu beherrschen und einzubeziehen.

Ja, Online Marketing ist sehr effizient. Ja, Online Marketing ist extrem flexibel. Aber Online Marketing ist kein Selbstläufer und vor allem keine einfache Aneinanderreihung von ein paar Kleinigkeiten. Je eher man sich an komplexe Systeme gewöhnt und diese später dann auf einfache Strukturen herunter bricht, desto mehr Erfolg wird man haben. Dafür sollte man tunlichst die wichtigen Einflussgrößen kennen und bewusst ganz genau entscheiden, was man eventuell auslassen kann oder wo „Rundungen“ möglich sind.

Wie kann man WhatsApp oder Facebook auf dem Handy nutzen?

Wer professionelles Online Marketing betreibt – oder in einer Firma dafür verantwortlich ist -, kommt kaum an Facebook, WhatsApp und anderen sozialen Netzen vorbei. Für direkte Umsätze sind sie zwar mE nicht gut geeignet aber eine große Anzahl der Benutzer erwartet einfach die Präsenz eines Unternehmens in den sozialen Medien. Das normale Firmenhandy zu nutzen, erscheint mit als keine Lösungsmöglichkeit. Immerhin werden sensible Daten und Firmenkontakte sowohl von WhatsApp, als auch der Facebook App ausgelesen und die geht es nun wirklich nichts an, wer zu Kunden, Lieferanten oder allgemein Geschäftsbeziehungen zählt. Die private Nutzung der Dienste mag ich auch nicht so recht, weil gerade im Online Marketing Bekannte und Freunde durchaus zu Geschäftspartnern zählen können.

Also ist ein Lösungsansatz, ein zusätzliches Smartphone ausschießlich fürs Online Marketing und darin enthalten natürlich Social Media zu nutzen. Das ist preislich mit normalen Providerageboten für 10 – 25 EUR pro Monat abbildbar.

Was bei der Datenhaltung zunächst sehr aufwändig klingt, lässt sich in der Praxis recht einfach durchführen. Die Posts landen sowieso in den sozialen Netzen. Von dort aus kann man eventuelle Interessenten sehr leicht mit gängigen Techniken in den normalen Trichter des Online Marketing überführen: Interessenten, Kommentare, Reaktionen. Auch lassen sich diverse Funktionen, etwa vom eigenen Blog, mit dem Handy als Schaltstelle bedienen. Blogbeitrag oder Foto erstellen, mittels automatischer Funktionen in soziale Netze weiterreichen und in sozialen Netzen nur noch die Reaktionen abfischen. Im Idealfall reagieren die Nutzer sogar auf dem eigenen Blog und sorgen so für die bei Google gerne gesehene Einzigartigkeit der Inhalte.

Man ist und bleibt Herr über die wichtigsten Daten, tut etwas Positives für sein eigenes Online Marketing und füttert nicht soziale Netze mit Daten, die sie nichts angehen. Diese Vorgehensweise erscheint mir um so angebrachter, je interessanter die Kunden sind und je schützenswerter die Geschäftsbeziehungen sind. Wie man das im Online Marketing geschickt aufbauen kann, zeigen wir in unseren Seminaren.

Das wird spannend: Adwords und Produktsuche in Google Shopping

Adwords als sehr schnelles Instrument im Online Marketing ist eine feststehende Größe des Marketingmix im Web. Daneben gibt es aber neue Funktionen bei Google, welche mehr als nur einen Blick lohnen. Vielleicht erinnert sich noch jemand an Google Base, mit dem erstmals ganze Sortimente etwa aus Shopsystemen im Netz publiziert werden konnten. Über verschiedene Zwischenschritte hat sich daraus eine Funktion entwickelt, welche Elemente von Adwords mit der Präsentation von Shopartikeln verbindet.

Richtig, es geht um das Merchant Center und die Funktionen von Google Shopping. Stark vereinfacht stellt man eine große Datei mit den gewünschten Shopartikeln zusammen und lädt sie bei Google hoch. Google kann nun genutzt werden, um seine Artikel einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Die geschieht idealerweise auf der Produktebene. Wenn man also ein Produkt X vom Hersteller Z anbieten möchte, kann man dieses nun aktiv bewerben und sich durch die ein oder andere Zahlung für Klicks Vorteile verschaffen.

Aber halt, geht das nicht auch mit Adwords? Ja. Hier wird es spannend. Was funktioniert besser, kann ich bei Shopping nur noch über den Preis bestehen oder soll ich nicht lieber ganz konservativ weiterhin Adwords nutzen? Was funktioniert besser für die Kundengewinnung, ein kurzer Adwords-Text oder eine Auflistung des Produkts mit Bild in Shopping? Können sich die Programme gegenseitig ergänzen (etwa analog zu guten Positionen bei SEO und gleichzeitigem Adwords -> deutlich mehr Zugriffe), welche Branche funktioniert wo besser?

Hier werden die Karten im Onlinemarkt neu sortiert. Die Rahmenbedingungen jedenfalls stehen bereits. Wer einen Shop hat, muss bei Google Shopping diverse Auflagen erfüllen, vor allem in der Zuverlässigkeit und Sicherheit. Sonst drohen recht schnell Sanktionen. Adwords ist dort weniger restriktiv und gestattet die Bewerbung auch von technisch veralteten Shops. Wer genau wissen möchte, was ein zu listender Shop, Artikelbeschreibungen oder auch das Verhalten des Händlers mindestens leisten müssen, kann einen Blick auf diese Richtlinien werfen.

Persönlich rechne ich mit einem noch viel weiteren Ausbau von Shoppingfunktionen in Google. Amazon hat es vorgemacht, ebay ebenfalls: Beide Systeme bieten riesige Marktplätze, an denen jeder mit recht geringem Aufwand teilnehmen kann und vom Verkauf gebrauchter Artikel, über Dropshipping bis hin zum Fachhändler zig Geschäftsmodelle zu finden sind. Deren Bewerbung wird garantiert nicht einfacher, eröffnet aber einen breiten Spielraum für hoch interessante Umsätze und Kundenbeziehungen.

Aufbau einer Webseite für Online Marketing

Wie strukturiert man am besten eine Webseite? Soll man alles in eigene Verzeichnisse legen, Subdomains einrichten oder einfach alles „hinten dran“ hängen? Legt man ein Blog in eine Subdomain oder setzt man das Blog einfach in den Pfad nach dem Domainnamen? Wie soll überhaupt ein HTML-Dokument benannt werden? All das sind Fragen, welche fürs Online Marketing eine Rolle spielen.

Fangen wir zunächst beim einfachsten Thema an, der Benennung von HTML-Dokumenten. Hier gibt es zig verschiedene Systeme, welche den Namen des Dokuments automatisch vergeben. Ist etwa ein Blogbeitrag der zwölfte in einem WordPress-System, kann das System einfach ein Dokument „12“ nennen. Eleganter und zielführender ist jedoch eine Beschreibung, um was es in diesem Dokument geht. So kann man bei Produktbeschreibungen wählen: produktgattung-hersteller-typ.html und erhält gleich für Google viel bessere Beschreibungen, als „12“. Derartige Optimierungen erlaubt bspw. WordPress in der Benutzeroberfläche unter Einstellungen/Permalinks. Auch andere Systeme wie Shops (Magento, Oxid, Presta….) oder richtige Content Management Systeme (Typo3, Contao, Drupal,….) ermöglichen diese Optionen in Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung.

Bei umfangreicheren Systemen wie mehrsprachigen Shops oder Kombinationen aus Forum, Blog und Shop, wird dies etwas schwieriger. Mehrsprachige Systeme kann man entweder mit Subdomains oder einer Sprachtrennung im Pfad vornehmen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Mit einer Subdomain kann man ganz gezielt Keywords in einer Sprache bewerben. Sind dagegen Keywords international gleich (Beispiel: Jeans), kann man die Keyworddichte optimal gestalten, muss aber immer aufpassen, dass Google hier nicht durch die verschiedenen Sprachen irritiert wird. Auch dürfen die Pfade nicht zu lang werden, weil jede zusätzliche Ebene an Bedeutung verliert.

In allen Fällen gilt es, eine gute Balance zwischen rein technischem Marketing und der Kundenansprache zu finden. Auch ist es immens wichtig, die richtigen Links an der richtigen Stelle zu setzen. So sollte der Hauptauftritt mehrfach auf eine Sobdomain verlinken, während bei „angehängten“ Pfaden die richtigen Keywords als Deep-Links auf die passenden Inhalte  vorhanden sein müssen. All dies ist vorher zu durchdenken, bevor man sich an den Aufbau einer Webseite macht.

In jedem Fall ist dringend hervorragender Inhalt nötig. Die Zeiten, in denen man sich mit einem umfangreichen Linkaufbau alleine Vorteile im Online Marketing verschaffen konnte, sind mit den Google-Updates Panda und Pinguin definitiv für alle Zeiten vorbei. Nur wer sich die Mühe macht, gute Texte und passende Bezeichnung von Dokumenten und Bildern erstellt, sowie sinngebende, benutzerfreundliche Links setzt, kann beim Online Marketing mit guten Plätzen in der natürlichen Suchausgabe rechnen.

Mobile Commerce – Strategie fürs Marketing

Immer mehr Anwendungen werden über immer leistungsfähigere Smartphones aufgerufen. Diesen Markt sollte man sehr genau beobachten, wenn man im Online Marketing eine aktuelle, gute Marktabdeckung wünscht.

Mir persönlich fällt die ein oder andere Unsicherheit auf, mit der sich Unternehmen in dieses Feld begeben. Oft sehe ich Apps, die vom Funktionsumfang her genau so gut auf einem regulären Internetangebot laufen könnten. Logisch, dass hierfür einige Anpassungen an der Seite nötig sind und die Webseite zwischen Vollbildarstellung auf einem PC oder dem kleineren Handybildschirm umschalten können muss – Stichwort responsive Design.

Was sind die Vorteile, wenn man rein webbasiert arbeitet?

Nun, aktuelle Smartphones haben gute Browser, die eine ganze Menge Funktionen abdecken. Wenn man alles brav auf dem Internetserver laufen lässt, hat man eine einheitliche Datenverwaltung und spart sich die teure Programmierung der Applikationen für Handys. Immerhin muss man Android, iOS und davon im schlimmsten Fall noch verschiedene Versionen bedienen. Hier lohnt sich meiner Meinung nach nur dann eine eigenständige App, wenn man entweder auf besondere, mobile Funktionen zugreift (GPS, Navigation….) oder einen verbesserten Benutzerkomfort anstrebt.

Für „normale“ Internetshops oder „normale“ Webseiten reicht eine serverbasierte Anwendung meines Erachtens vollkommen aus. Zumal mobile Plattformen etwa beim Linkaufbau für Online Marketing / Suchmaschinenoptimierung (noch) keine große Rolle spielen.

Presseinfos – differenziert

Ein sehr bewährtes Mittel für sowohl Öffentlichkeitsarbeit wie auch Linkaufbau zur Suchmaschinenoptimierung ist die Veröffentlichung von Presseinformationen. Man kann mit passenden Texten direkte Aufmerksamkeit erzeugen, Multiplikatoren gewinnen und zudem noch etwas Gutes für sein Ranking in Google tun. Aber stopp, wer sind überhaupt interessante Multiplikatoren?

Weit mehr, als dies bei Print der Fall ist. Onlineauftritte von Zeitschriften, Communities, soziale Netze und Blogger sind alle interessant. Bei Zeitschriften kann man auf direktes Interesse der Leser hoffen. In Communties geht es meist schon um fachlich eingegrenzte Themen, bei sozialen Netzen hat man die Auswahl zwischen allgemeiner Ansprache und Adressierung genau passender Gruppen und nicht zuletzt Blogger sorgen für potentiell viel Publikumsresonanz. Bei allen diesen Gruppen sind teilweise völlig unterschiedliche Interessenslagen gegeben und jeder geht mit Presseinformationen anders um. Vielfach tun einem die Onlineanbieter gleich noch einen riesigen Gefallen, indem sie Hintergrundinformationen einflechten, die Texte umschreiben und den Inhalt verstärken.

So etwas mag Google. Es zeigt der Suchmaschine: Hoppela, da ist ein offensichtlich wichtiges Thema, dann wollen wir mal die Domain stärker bewerten. Also lohnt es sich doppelt, auch Bloggern und kleineren Communities Aufmerksamkeit zu schenken. Und diese besteht in der Regel in genau für die Klientel angepassten Pressemitteilungen sowie Einladungen zu Pressekonferenzen oder Kongressen.

Natürlich wird hier ein Spagat vollzogen zwischen „richtigen“ Journalisten und semiprofessionellen Bloggern oder Betreibern von Communities. Trotzdem würde ich beide gleichranging behandeln mit angemessener Höflichkeit sowie Gesprächsmöglichkeiten für Hintergrundinformationen. Wer im Web ernst genommen werden möchte, kann sich keine Diskreminierung etablierter Multiplikatoren – und genau das sind Communities und Blogger – leisten.

Rechtliche Rahmenbedingungen im Online Marketing

Wer Online Marketing professionell betreiben möchte, sollte diverse juristische Sachverhalte berücksichtigen. Sei es eine Impressumspflicht, die nötigen Angaben zu einer schnellen Kontaktaufnahme durch eventuelle Kunden, diverse Bestimmungen zum  Datenschutz und eine ganze Menge Details im Wettbewerbsrecht. Bei unseren Seminaren decken wir dies mit einer spezialisierten Rechtsanwältin ab, wenn es über die rein technische Beherrschung von Online Marketing hinausgehen soll. Einen schnellen Überblick, was rechtlich zulässig ist oder wo Gefahren durch Urheberrechtsverletzungen oder Abmahnungen drohen, hat Rechtsanwältin Anja Nebauer im Vorfeld auf ihrer Webseite aufgezeigt: Rechtsanwaltliche Hinweise online.

Interessant wird es zunehmend bei der Verwendung von Cookies. Vor allem die tatsächlichen oder vermeintlichen Richtlinien der EU dürften in Zukunft noch für einigen Wirbel sorgen. Die Niederlande sind hier vorgeprescht und verlangen vor dem Setzen eines Cookies das Einverständnis der Benutzer. Sprich, vor dem eigentlichen Besuch der Webseite muss eine Einverständniserklärung des Benutzers auftauchen, wo er entweder Cookies akzeptieren oder diese ablehnen kann. Danach werden die Besucher nach dem Klick auf „mit Cookie“ oder „ohne Cookie“ aufgesplittet in leicht verfolgbare und nur schwerer verfolgbare Nutzer – das Online Controlling wird insgesamt etwas schwieriger. Auf der Webseite selbst ist nach wie vor das Tracking der Benutzerwege sehr leicht möglich, hierfür braucht man keine Cookies. Nur fallen einige Funktionen weg, die sich sehr schön für das Marketing eignen. Etwa die Bestimmung besuchter Produkte und danach ein gezieltes Mailing ist ohne Cookies schon recht schwierig, wenn sich Benutzer nicht zusätzlich einloggen müssen. Ein zusätzliches Einloggen aber ist nicht gut für die Nutzerakzeptanz und Usability. Ich glaube, man wird in Zukunft generell Mehrwerte in Form von besserem Service oder besonderen Angeboten einbringen müssen, damit man durch betonte Akzeptanz von Cookies die Benutzer verwöhnt und bei der Stange hält.

Shopauswahl nicht nur für Online Marketing

Zurzeit sind wahrscheinlich um die 50-100 professionelle Shopsysteme am Markt verfügbar. Aus Sicht eines Online Marketers würde ich zurzeit aber nur auf ein paar wenige Systeme setzen. Ein guter Online Marketer sieht nicht nur den aktuellen Stand für die Suchmaschinenoptimierung, den Verkauf über Adwords oder Affiliate-Systeme, sondern auch auf die strategische Investition, welche die Wahl eines Shopsystems für einen Kunden bedeutet. Bei einfachen Systemen empfehle ich Prestashop oder Gambio. In beiden Fällen gibt es eine große Entwicklergemeinde, was den zukünftigen Ausbau und eine sichere Versorgung mit zeitgemäßen Anpassungen zu einem günstigen Preis sichert. Die Funktionen für das Online Marketing sind in Ordnung und man braucht nicht einmal einen besonders kräftigen Server, damit die Systeme zügig laufen. Schnittstellen gibt es genügend am Markt und auch die Anpassung an eigene Bedürfnisse ist in der Regel flott gelöst. Was man nicht sowieso schon als weitgehend vorgefertige günstig Schnittstelle bekommt, ist mit moderatem Aufwand erstellt. Tendenziell würde ich Prestashop als noch einen Ticken zukunftssicherer einschätzen, es gibt einfach noch mehr Steigerung. Gängige SEO-Techniken und Möglichkeiten zur Optimierung von Adwords-Kampagnen haben beide an Bord, persönlich gefällt mir Presta etwas besser. Auch noch eine gute Option wäre JTL, was recht flexibel erweiterbar ist und allgemein so bis 20.000 Artikel funktioniert.

Was mit Sicherheit noch hoch interessant wird, ist ein Shop auf Basis von WordPress: WooCommerce. Immerhin ist WordPress sehr, sehr weit verbreitet, lässt sich gut und günstig anpassen sowie mit sehr moderaten Systemanforderungen gut lauffähig.

Da ist Shopware schon etwas anspruchsvoller und auch bei Erweiterungen wird man etwas heftiger zur Kasse gebeten. Oxid ist ein weiteres System, das wie Shopware aus Deutschland kommt und hier ebenfalls sehr gut supported wird. Verschiedene Versionen sind für beide verfügbar, welche in den sogenannten Community Editions kostenlos sind. Damit kann man schon sehr, sehr viel machen. Auch hier gibt es genügend Plugins für die ein oder andere gewünschte Extrafunktion. Generell sind auch viele Dienstleister vorhanden, welche komplexe Aufgaben, etwa mit der Verbindung eines CRM oder von Logistikautomatismen beherrschen. Tendenziell kann man noch mehr Einstellungen am Shop vornehmen, benötigt dann aber auch das geeignete Personal in geeigneter Qualifikation. Beide Systeme laufen nicht mehr auf dem 5-Euro Sonderangebot bei gängigen Providern, es darf ruhig deutlich mehr Rechenleistung und Speicher sein. Dafür gibt es aber auch gut durchdachte und sehr erweiterbare Systeme bis in die absolute Profiliga. Selbstredend sind gängige Suchmaschinenoptimierungstechniken an Bord.

Magento ist ein weiteres Schwergewicht bei den Shops und das in mehrfacher Hinsicht. Unheimlich erweiterbar aber auch sehr verfressen bei den Ressourcen und schon in der kostenlosen Community-Edition weder von angelernten Laien gut zu bedienen, noch auf normalen Hostingpaketen lauffähig. Wer es halbwegs flott haben möchte, sollte schon an einen Prozessorkern und 2 GB RAM denken (für ein nacktes Magento in der Community Edition). Da Magento durch ebay übernommen wurde, kann man nur schwer abschätzen, wie sich seine Weiterentwicklung und die Entwicklung des Preisgefüges definitiv gestalten wird. Oxid, Magento oder Shopware können in den größeren Versionen auch richtig umfangreiche Installationen mit parallelem Betrieb auf mehreren Servern leisten. Und mit der passenden Layout-Programmierung sowie dem inhaltlichen Aufbau der Shops hat man eine sehr breite Palette an Möglichkeiten im Online Marketing. (Ergänzung: Gleiches gilt für Hybris, das auch ein noch dickeres Schwergewicht ist und vor allem bei _richtig_ großen Webshops punkten kann. Die Profiversionen von Magento oder Hybris liegen aber schon in Bereichen, welche sich die meisten Shopbetreiber kaum leisten möchten oder können.)

Nur 7 Systeme, mehr würde ich nicht empfehlen? Ja, denn bei vielen anderen Anbietern und Systemen sehe ich mögliche Probleme. Beispielsweise OS-Commerce und XT-Commerce erscheinen mir entwicklungsgeschichtlich zu alt (erfordern teilweise auch ältere Serverangebote bei Providern) und mit deutlich sinkenden Marktanteilen – damit werden auch weniger Aktualisierungen angeboten und die Programmierung kann teurer werden. Geschweige denn die Verknüpfung mit neuen Systemen. Veyton stammt von XT-Commerce ab und hat eine meiner Menung zu kleine Entwicklergemeinde. Zudem hat es in der Szene um XT-Commerce teilweise böse rumort, als sich verschiedene Entwicklungsstränge abspalteten. Die Programmierer und die supportenden Firmen trennten sich auf. Von Intershop halte ich wenig, es ist für mich zu teuer und persönlich auch zu langsam in der Weiterentwicklung. Es fehlt mir aber noch viel mehr die Masse an „freiberuflichem“ Support, der eine preiswerte und dauerhafte Anpassung bietet. An sich ein schönes System ist tt_products, das als Zusatzmodul in einem Typo3 Content Management System laufen kann. Allerdings muss für mich Typo3 erst einmal eine flächendeckend gelungene Umstellung auf eine reine PHP-Programmierung schaffen, die bislang immer zusätzliche nötige Beherrschung von TypoScript hat sich mM negativ auf die Anzahl erfolgter Installationen ausgewirkt. Für reine Content-Seiten im Webshop kann man eh die entsprechenden Funktionen aktueller Shops bemühen. Epages, das man beispielsweise von den Mietshops bei Strato kennt, halte ich für sehr schön, übrigens auch ein deutscher Anbieter, da fehlt mir aber eine Community Edition mit sehr breiter Verwendung durch eigenständige Shopbetreiber. Mal sehen, was noch von WooCommerce kommt….. Noch mehr Fragen? Ich darf auf unsere Seminare verweisen.

Und dann wäre da noch der erforderliche Level für die Systembeherrschung. Immerhin müssen qualifizierte, besonders qualifizierte oder angelernte Mitarbeiter die Produkte einpflegen. Wie weit möchte man dort gehen? Produktvarianten, SEO, Landingpage-Tauglichkeit für „normales“ Adwords oder Retargeting oder Google Shopping oder Affiliate-Anbindung oder Big Data, oder, oder, oder…….

Inhalte günstig erstellen lassen – Suchmaschinenoptimierung

Wer im Online Marketing bei der natürlichen Suchmaschinenoptimierung erfolgreich sein möchte, braucht gute Beschreibungen der Produkte oder der Dienstleistungen. Es ist absolut nicht empfehlenswert, die Produktbeschreibungen der Hersteller 1:1 zu nutzen. Bei einem Internetshop oder auch nur einem Blog ist man schnell sehr, sehr lange beschäftigt, um die passenden Texte zu erstellen. Entsprechend lassen sich genau diese Texte in den unterschiedlichsten Qualitäten einkaufen. Für die wirklich wichtigen Texte würde ich immer auf absolute Qualität setzen und beispielsweise einen erfahrenen Redakteur oder einen erfahrenen Werbetexter beauftragen. Das ist nicht die billigste Lösung aber in jedem Fall eminent wichtig, um sowohl für Google passend zu schreiben, wie auch einen Besucher gezielt und erfolgreich anzusprechen.

Sehr viel Füllmaterial hingegen ist extrem preiswert im Internet erhältlich. So gibt es mit Clickworker eine Plattform, welche 250 Worte für gerade einmal 10 Euro liefert – und das auch noch korrekturgelesen. Mit über 70.000 Autoren findet sich eigentlich immer der ein oder andere Kontakt auch für Fachthemen. Wer redaktionelle Texte benötigt, kann einmal bei DieRedaktion Projekte anbieten oder beauftragen, welche von erprobten Journalisten verfasst werden. Speziell für Hintergrundberichte auf der eigenen Webseite ein sehr schönes System mit Zugriff auf verschiedenste Themenbereiche. Mit beiden Firmen kann man übrigens auch eine kontinuierliche Lieferung von Inhalten vereinbaren, etwa der textlichen Pflege in einem Shop oder zum Umschreiben von Meldungen in Onlineportalen. Im Vergleich zu den normalen Preisen von Werbetextern oder einem eigens angestellten Redakteur sind erhebliche Einsparungen möglich. Weitere Anbieter wie Textbroker, Contentshop24 oder PageContent sind ebenfalls einen Versuch wert. Ganz nebenbei kann man einfach die journalistische Qualität und die Arbeitsweise testen – vielleicht führt das ja zu der ein oder anderen Festanstellung.

Derartige Sonderangebote verderben leider den freien Journalisten deutlich ihre Verdienstspanne. Das Internet macht die Preisstrukturen für redaktionelle Arbeit nicht nur transparent, sondern drückt massiv die Honorare. Leicht zu bedienende und sehr schnelle Inhaltserstellung via Onlineportalen ist ein etablierter Geschäftszweig geworden, der für die massenhaft benötigten Texte im Online Marketing bestens aufgestellt ist.

Werbewirksamkeit von Bannern

Die Werbewirksamkeit von Bannern ist höchst unterschiedlich. Lassen wir einmal eine mehr oder minder gelungene grafische Gestaltung weg, ergeben sich trotzdem signifikante Unterschiede. Die üblichen Formate an Standardbannern laufen so gut wie gar nicht mehr. Man sollte sich schon etwas einfallen lassen, um einigermaßen Resonanz zu erreichen. Trotzdem wird es in den meisten Fällen weit unter 1% Klickrate geben. Mithin ist dieses Mittel im Online Marketing nicht sehr durchschlagskräftig.

Schon deutlich besser wirken Medium Rectangle oder Skyscraper. In der Regel haben diese Werbeformen eine deutlich höhere Akzeptanz und werden auch nicht ganz so oft von Werbeblockern ausgeblendet. Wer es sich leisten kann, bucht mit einem Wallpaper gleich den kompletten Hintergund einer Seite und kann dann mit geeigneten Medium Rectangles oder Skyscrapern gute Klickzahlen einfahren. Genauere Informationen zur Werbewirksamkeit gibt es hier: http://www.tomorrow-focus-media.de/studien/werbewirkung. Es lohnt sich in jedem Fall, auch die älteren Studien ungefähr ab 2008 anzusehen, um die Entwicklung einschätzen zu können. In jedem Fall dürfte die tatsächliche Klickrate selten auf Werte über viel mehr als 1 Prozent kommen.

Dringend nötig ist in jedem Fall auch eine Berechnung der tatsächlichen Werbewirksamkeit und einem Vergleich mit bspw. Adwords oder der Präsenz auf Verkaufsplattformen. Nimmt man einen gar nicht so unrealistischen Preis von 30 Euro für 1.000 Einblendungen an, wäre das bei 1 Prozent Durchklickrate ein Klickpreis von satten 3 Euro. Entsprechend utopisch sind auch die immer noch geforderten Beträge von 50 oder 60 Euro TKP. Das lohnt sich nur bei absoluten Spezialfällen, bei denen auch reichlich Umsätze hereinkommen. Zumal noch eine Falle hinzukommt, welche besonders gerne von Verlagen und Portalen gespielt wird. Wer mit Bilderstrecken oder total abgeschnittenen Artikeln und Threads arbeitet, kann sehr, sehr viel Werbung anzeigen lassen. Der Benutzer muss sich jeweils durchklicken, die Seite wird neu aufgebaut und schon kann man massiv Werbeplatz „generieren“. Geht man davon aus, dass im Normalfall spätestens nach der 3. oder 4. Anzeige ein Klick erfolgt sein muss, droht hier eine Kostenfalle. Jede Menge Anzeigen, kaum Klicks. Dies kann man u.a. durch Einschaltung eines sogenannten Frequency Caps verhindern. Hierbei wird nach einem vordefinierten Punkt, etwa dreimaligem Aufruf des Banners, automatisch die Werbeschaltung gewechselt. Erfahrene Online Marketer kennen solche Spielchen und sichern sich zuvor vertraglich ab.

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