Email Marketing via Double-Opt-In laut OLG unzulässig

Das OLG München hat ein Urteil gefällt, wonach die bisherige Praxis des Double-Opt-In Verfahrens nicht zuläsig ist. Kurz zur Erinnerung: beim Double-Opt-In muss der Empfänger zukünftiger Newsletter seine ausdrückliche Einwilligung geben. In der Praxis sieht dies meist so aus, dass man sich auf einer Webseite mit seinen Daten einträgt, eine Bestätigungsmail erhält und diese dann anklickt.

Im bekannt gewordenen Urteil wurde bereits die Bestätigungsmail kritisiert – ohne autorisierte Zustimmung keine Zusendung. Damit ist de facto der Prozess des Double-Opt-In erst einmal wackelig. Immerhin müsste bereits für die Bestätigungsmail selbst schon eine Zustimmung via Double-Opt-In vorliegen.

Abgesehen davon, dass gerade die seriösen Unternehmen mit dem Double-Opt-In arbeiten, während ausländische Anbieter und nicht ganz so gesetzeskonforme Gesellen munter Spammen, errscheint das Urteil etwas merkwürdig. Wie soll man denn überhaupt noch die Zustimmung des Empfängers einholen, wenn nicht mit dieser gängigen, erprobten Praxis?

Als Lösungsansaz fällt mir nur der Weg über Communities ein, bei denen ein möglicher Emailempfänger bereits registriert ist und mittels Klick auf einen geeigneten Button seine Zustimmung signalisiert. In den Communities ist der Interessent bereits authentifiziert und daher sollte ein Beweis des Interesses am tatsächlichen Newsletterempfang einfach nachzuweisen sein.

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